Es ist schon merkwürdig. Ich schätze es geht vielen Menschen so, die in eine Depression fallen. Man fühlt sich so wahnsinnig einsam. Man fühlt sich, als gäbe es keinen einzigen Menschen auf der ganzen Welt der einen liebt, niemanden an den man sich wenden kann. Niemand der einen mal in den Arm nimmt. Niemdanden den es kümmert wie es einem geht.
Das ganze wird dann auch noch verschlimmert, indem man sich vor der Aussenwelt versperrt, man mag nicht reden, man will nicht telefonieren.
Ich hatte immer das Gefühl diese Momente der tiefen Verzweiflung würden Ewigkeiten dauern, und es würde nie ein Ende nehmen. Ich saß alleine in meiner Wohnung, versunken in tiefer Hilflosigkeit, und zermarterte mir den Kopf, auf der Suche nach jemandem, der in Lage sein würde mich zu verstehen, und am Ende habe ich doch nie diesen jemand gefunden. Das Schlimmste war, wenn ich dann den ein oder anderen angerufen habe, und dann niemand ans Telefon ging. Es waren Zeiten des puren Horrors, Zeiten, die ich niemandem wünschen würde. Zeiten, in denen Tränen die einzige Zuflucht waren. Ich möchte das nie wieder durchmachen müssen.
Die Erkenntnis, dass man nicht alleine auf der Welt ist, ist ein wahnsinnig wichtiger Schritt. Die Erkenntnis, dass man Familie hat, eine Mutter, Onkel, Tanten, Geschwister. Man muss nur um Hilfe bitten... dann bekommt man sie... Man bekommt Liebe und Licht, Zuversicht und Verständnis, und ist so unendlich dankbar dafür. Und man fühlt sich selbst erfüllt mit Liebe, man fühlt die Wärme in jeder Faser seines Körpers, und ist so unendlich dankbar dafür. Man bekommt neue Kraft, neue Energie, neue Lebenslust, neue Ziele, und ist so unendlich dankbar dafür. Man redet mit Menschen die einen gar nicht kennen, und bekommt Verständnis und Rat, Liebe und Zuspruch, Energie und Freude, Lachen und Wärme, und man ist so unendlich dankbar dafür.
Danke. Danke an Alle.